Hans Piffrader

Des Künstlers Leben..

Hans Piffrader wurde am 5. August 1888 in Klausen geboren. Sein Vater war ein Weber. Hans Piffrader besuchte die Volksschule in Klausen und dann das renommierte katholische Gymnasium der Franziskaner in Bozen. Von 1907 bis 1911 studierte er an der k.k. Staatsgewerbeschule in Innsbruck (Abteilung Holzschnitzen). Anschließend besuchte er die Akademie der bildenden Künste in Wien bis 1914.

Im ersten Weltkrieg diente Piffrader als Offizier der Tiroler Kaiserjäger. Er kämpfte im Hochgebirgskrieg der Dolomitenfront gegen die angreifenden Italiener, unter anderem am Pasubio. Die grausamen Bedingungen dieses Krieges hatten erheblichen Einfluss auf sein späteres künstlerisches Schaffen.

Er kehrte in sein Künstlerstädtchen Klausen zurück, wo er sich in Frau Maria Chmel verliebte, die ihm 1928 eine Tochter schenkte. Seine Südtiroler Heimat wurde 1920 von Italien annektiert. Piffrader schloss sich nach der Machtergreifung der Faschisten unter Mussolini der faschistischen Künstlerschaft an und ließ sich 1931 in Bozen nieder. 1939 entschied sich Piffrader bei der durch Benito Mussolini und Adolf Hitler erzwungenen Option für Italien und nannte sich von da an ‚Giovanni‘. 1940 wurde er Mitglied der faschistischen Partei.

Die große Chance im Leben des Künstlers war wohl der Auftrag 1939: ein monumentales Relief für die ‚Casa del Fascio‘ (Haus des Faschismus) am Gerichtsplatz in Bozen zu schaffen. Hans Piffrader gründete den Südtiroler Künstlerbund und war von 1947 bis 1949 Präsident und späterer Ehrenpräsident. Er erlag am 25. November 1950 in seinem Haus in Bozen einen Schlaganfall.

..und sein Werk

Einen wesentlichen Einfluss auf Piffraders künstlerisches Schaffen übten die traumatischen Kriegserlebnisse des Ersten Weltkriegs aus. In expressiven, realistischen Darstellungen klagt er den Krieg an und zeigt dramatische Visionen von Leid und Verzweiflung. In seinem umfangreichen graphischen und bildhauerischen Lebenswerk verbindet er diese Sinnbilder der Leidensgeschichte der Menschheit mit dem katholischen Südtiroler Erbe in zahlreichen religiösen Motiven wie Kreuzigungen und Prozessionen zu seinem expressionistischen Stil. Seine Berufung zum Bildhauer stützt sich auf die seit Jahrhunderten in Südtirol gepflegte Tradition der Holzschnitzerei.

 

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