Karl Plattner

Des Künstlers Leben..

Karl Plattners Schaffen ist geprägt von der Armut seiner Jugend und der landschaftlichen Eigenart und Kargheit seines Heimattals, dem Vinschgau. Einsamkeit, Isolation, Leere, Alter und auch Tod bilden neben den beeindruckenden Landschaftsdarstellungen (zu einem großen Teil Landschaften Brasiliens und Südfrankreichs) die Grundlagen seiner Werke. Doch sind all seine Bilder bestimmt von einer bestechenden ästhetischen Wirkung.

Plattners eigenwillige und sehr charakterstarke Malerei machte seine Werke unverkennbar und somit war er schon bald über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Karl Plattner wurde zweifellos zur herausragendsten Südtiroler Künstlerpersönlichkeit der Nachkriegszeit.

Plattner wurde 1919 als eines von 10 Kindern im Obervinschgau in Mals geboren. Seinen Vater verlor er schon früh. Nach einer Lehre als Maler in Mals und später in Brixen studierte er dort schließlich bei Sebastian Fasan, Professor der Akademie der bildenden Künste Wien, Freskomalerei. Seine von Disziplin und altmeisterlicher Geduld gekennzeichnete Arbeitsweise erprobte er nicht nur bei der Tafelmalerei, sondern auch in der Zeichnung und Radierung, die jeweils einen hohen Stellenwert in seinem Schaffen einnahmen.

Im Zweiten Weltkrieg war Plattner Soldat in der deutschen Wehrmacht und geriet bei Livorno in amerikanische Gefangenschaft. Nach der Kriegsgefangenschaft setzte er seine Studien in Florenz, Mailand und Paris fort. In dieser Zeit erhielt er die ersten öffentlichen Aufträge für Freskomalereien in Südtirol.

1952 zog er mit seiner Frau nach Brasilien und stellt seine Werke in Rio de Janeiro und São Paulo aus. Auch in Brasilien erhielt er bedeutende Aufträge.

Ein einschneidender Moment in seinem Leben war die Bekanntschaft mit Clemens Holzmeister, mit dem er die bildnerische Gestaltung des Logenvorraumes im neuen Großen Festspielhaus von Salzburg verwirklichte. 1955 gewann Plattner die Ausschreibung zur Freskomalerei im Sitzungssaal des Südtiroler Landtages und führt dort das Wandbild aus. 1961 übersiedelte er nach Tourrettes-sur-Loup in Südfrankreich. Von 1963 bis 1978 lebte er in Mailand. Zeit seines Lebens erhielt er insgesamt einundzwanzig bedeutende Preise und Auszeichnungen, darunter das Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst und den Tiroler Landespreis für Kunst. Am 8. Dezember 1986 starb Plattner auf tragische Art.

..und sein Werk

Die Komposition, das Raster, das bildorganisierte System, die Architektur eines Entwurfs zwingen zunächst dazu, die Aufmerksamkeit dem Gleichmaß, dem Wohlbeordneten und Gesetzmäßigen im Formalen zuzuwenden: Plattners Stil wird durch die Ausgewogenheit der einzelnen Bildeinheiten zueinander charakterisiert. Plattner erlaubte es sich nicht, Malerei um ihrer selbst Willen zu betreiben. Dem Zufall überlässt Plattner nichts. Alles wirkt genau überlegt, durchdacht. Der Bezug zur Natur bleibt aber stets der Nährboden, von dem Platteres Kunst gespeist wird.

 

 

 

 

 

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