PETER FELLIN

Des Künstlers Leben..

Fellin wurde am 6. September 1920 als letztes von sechzehn Kindern geboren und wurde bereits mit drei Jahren Vollwaise, woraufhin er von seinem Onkel in Graz, dem Generalstaatsbibliothekar und Hofrat Dr. Giacomo Fellin, adoptiert wurde. Nun ging er in Graz zur Schule. Mit 15 Jahren besuchte er die Gewerbeschule in Innsbruck und anschließend für zwei Jahre die Kunstgewerbeschule in Graz. Ab 1938 war er Student an der Akademie der bildenden Künste bei Herbert Boeckl, wo er Selbstporträts zu malen begann.

Die Fronterfahrung im Zweiten Weltkrieg war eine prägende Zeit für ihn. Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft ließ er sich in Meran als freischaffender Künstler nieder. Er heiratete Herta Huber, mit der er fünf Kinder hatte. 1953 schloss sich in Meran eine Gruppe Südtiroler Künstler zu einem lockeren Ausstellungsverband zusammen. Darunter befand sich neben Ebensperger und Plattner auch Peter Fellin. Gemeinsam wurden mehrere Ausstellungen verwirklicht, z.B. im Kunstpavillon in Innsbruck 1984 oder im Museum für Moderne Kunst in Bozen 1989. Im Laufe seines Lebens und Schaffens wurde Peter Fellin mit dem Walther-von-der-Vogelweide-Preis und dem Ehrenzeichen des Landes Tirol ausgezeichnet.

..und sein Werk

Am Anfang von Fellins Werk steht die ‚expressionistische‘ Phase der Jahre um 1950: hier setzt sich Fellin – vor allem anhand religiöser Themen – mit dem Expressionismus auseinander. Im Gegensatz zum Farbenreichtum des historischen Expressionismus arbeitet Fellin im Wesentlichen mit einer auf Grauwerte reduzierten Skala. Wenngleich er im Lauf der Jahre immer wieder auf die Farbe ausgreift, liegt der Schwerpunkt seines künstlerischen Werkes im Ganzen gesehen im Schwarz-Weiß-Bereich. 1956 entstehen ‚die Schreiber‘, die Symbole der Evangelisten, abstrakte, symbolhafte Zeichen in Schwarz auf Weiß, Metaphern für die Suche des Geistes.

Die Werke ab Mitte der 60er Jahre bis 1977 stehen unter dem Obertitel ‚Natur‘: es handelt sich hier um abstrakte, im Wesentlichen malerische Arbeiten, in denen es Fellin am Weg der Analogie und nicht der Nachahmung um eine Annäherung an das Prinzip der Natur geht. In diesem Sinn handelt es sich um eine ‚andere‘ bzw. ‚Zweite Natur‘, von der Peter Fellin schon in seinem gleichnamigen, 1959 entstandenen, Manifest spricht. Die ‚Naturen‘ – in ihnen dominieren meist verfließend aufgetragene, aquatische Blau- und Grüntöne – sind oft auf Leinwand ausgeführt; daneben bringt Fellin aber auch durch den Einsatz von Gips eine stark materische Komponente ein, die ihn nach und nach zur Skulptur – und zwar deren bemalter Sonderform – führt.

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